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© Sina Plenker / wildenachbarn.de
20.08.2020

Fuchs, Kaninchen oder Dachs: Viele Menschen erfreuen sich an Wildtieren in ihrer Umgebung. Doch Wildtiere halten sich nicht immer an die Regeln und Vorstellungen ihrer menschlichen Nachbarinnen und Nachbarn, wodurch Konflikte programmiert sind. Geva Peerenboom, Fanny Betge, und Prof. Dr. Ilse Storch von der Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Universität Freiburg haben gemeinsam mit Dr. Christof Janko vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg deshalb das Handbuch „Wildtiermanagement im Siedlungsraum“ erarbeitet. Dieses soll als Leitfaden für Personen, die sich mit dem Thema befassen, sowie Behörden in Stadt- und Landkreisen sowie Kommunen Baden-Württembergs dienen, um konfliktreichen Situationen zwischen Menschen und Tieren vorzubeugen oder diese abzumildern.

„In allen Gemeinden Baden-Württembergs machen Menschen direkte Erfahrungen mit Wildtieren, die allerdings nicht immer den Erwartungen entsprechen“, erklärt Peerenboom. Oft habe das Zusammentreffen von Mensch und Wildtier im Siedlungsraum negative Auswirkungen, seien es ökonomische, psychologische oder gesundheitliche: Wildtiere können Schäden an menschlichem Eigentum verursachen, wie das Wildschwein im Garten, die Nachtruhe der Menschen stören, wie der Marder im Dachstuhl, oder Krankheiten wie den Kleinen Fuchsbandwurm übertragen. „Und Menschen können, meist aus Unkenntnis, bei Wildtieren vermeidbare Leiden verursachen“, sagt die Freiburger Wissenschaftlerin. „Gleichzeitig erleben viele Menschen Wildtiere im Siedlungsraum als bereicherndes Naturerlebnis und erfreuen sich an den Tieren. Eine Vielfalt an Tierarten in urbanen Gebieten ist gesellschaftlich gewollt.“

Deshalb förderte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg von 2010 bis 2020 das Projekt „Wildtiere im Siedlungsraum Baden-Württembergs“ der Albert-Ludwigs-Universität. 

Link zum Handbuch

Link zur Medienmitteilung

17.08.2020

© auki / stadtwildtiere.at

Füchse leben in Städten oder in Dörfern, da Siedlungsgebiete einen günstigen Lebensraum für die Raubtiere darstellen, die zur Familie der Hundeartigen (u.a. Bären, Wölfe, Marderartige & Dachse) gehören. Hier finden Füchse alles, was sie zum Leben brauchen: Genügend Futter in Form von essbaren Abfällen, Fallobst und Kleintieren, Plätze für die Jungenaufzucht sowie Schlaf- und Ruheplätze.
Der Artikel "Fuchs, du hast die Stadt erobert" der Wildtierökologin Theresa Walter, erschienen im Wilde Nachbarn - Blog im DER STANDARD, gibt Einblicke in das Leben der österreichischen Stadtfüchse.

07.08.2020

Wir möchten Ihnen den Blog der Plattform Österreich forscht des Citizen Science Networks vorstellen:

Auch die StadtWildTiere & Wilden Nachbarn sind dort bereits im Team Österreichische Vogelwarte vertreten. Im Österreich forscht Blog erfahren Sie außerdem alle Neuigkeiten rund um Citizen Science in Österreich und aus vielen anderen Citizen Science Projekten. Wir freuen uns über Ihre Kommentare unter unseren Beiträgen, und laden Sie ein, Sich mit anderen Citizen Scientists auf dem Blog auszutauschen.
Wenn Sie keinen unserer Beiträge auf dem Citizen Science Blog verpassen möchten, haben Sie die Möglichkeit die Blogbeiträge der Österreichischen Vogelwarte zu abonnieren.

Citizen Science lebt vom gemeinsamen Austausch an Erfahrungen und Wissenstransfer - Seien auch Sie mit dabei und erleben Sie die Wissenschaft aus erster Hand!

30.06.2020

Gesucht: Wilde Nachbarn – am 1. 4. ging es los!

Der Frühling 2020 hielt einige Überraschungen für Mensch und Wildtier bereit. Er ermöglichte es, die Natur in unserer direkten Umgebung wieder bewusster wahrzunehmen. Die „wilden Nachbarn“ im eigenen Garten oder vor der Haustüre boten spannende Beobachtungen. Um diese Erlebnisse festzuhalten, rief die Außenstelle Seebarn der Österreichischen Vogelwarte den Fotowettbewerb „Wilde Nachbarn gesucht“ ins Leben.
Zwischen dem 1. April und 31. Mai 2020 wurden insgesamt über 380 Fotos heimischer Wildtiere über die Projektseite eingereicht. Vögel stellten mit 230 Einreichungen die am meisten fotografierte Artengruppe dar. Bilder von Säugetieren folgten mit 65 Einreichungen in einigem Abstand auf Platz 2. Mit 30 eingereichten Fotos war die Artengruppe der Insekten beim Fotowettbewerb „Wilde Nachbarn gesucht“ vertreten.

Aus den zahlreichen Einsendungen wählte die Fachjury, bestehend aus den Naturfotografen Jessica Winter, Josef Stefan und Christoph Kaula, die 3 schönsten Bilder aus. 

Am 24. Juni 2020 wurde bei der Prämierung der Preisträger des Fotowettbewerbes an der Österreichischen Vogelwarte der Vetmeduni Vienna das Gewinnerbild präsentiert. 

 
Janette Siebert & Richard Zink mit dem Gewinner des Fotowettbewerbes Heimo Emmerstorfer (v.r.n.l.). © N. Eder / Österreichische Vogelwarte

Das Foto „Libellenpyjamas am Gartenteich“ des Nationalpark-Rangers Heimo Emmerstorfer, wurde einstimmig von der Fachjury auf den ersten Platz gewählt.
Die Initiatoren des Fotowettbewerbes, Richard Zink und Janette Siebert, überreichten dem begeisterten Gewinner den Hauptpreis des Wettbewerbes, das CL Pocket 8x25, mit freundlicher Unterstützung von SWAROVSKI OPTIK. Das Gewinnerbild wird für 1 Jahr in der Österreichischen Vogelwarte ausgestellt.

Den zweiten Platz belegte das Foto „Zauneidechse beim Trinken“, eingereicht von Egon Weissheimer, Hobbyfotograf aus Leidenschaft. Er darf sich über die Teilnahme an der Fotosafari „fliegende Juwelen am Wagram“ am 04. Juli 2020 freuen. 
 


Der Zweitplatzierte Egon Weissheimer bei der Preisverleihung mit Janette Siebert und Richard Zink (v.l.n.r.). © N. Eder / Österreichische Vogelwarte

Auf den 3. Platz wurde von der Fachjury das Foto „Eichelhäher“ gewählt. Der glückliche Gewinner Hubert Salzgeber aus Vorarlberg darf sich über den Fotoworkshop "Abenteuer Naturfotografie" zum Nachlesen freuen.

Bei einer abschließenden Führung an der Österreichischen Vogelwarte, erhielten die Preisträger von Richard Zink interessante Einblicke in die verschiedenen Forschungsbereiche des Instituts.

 
Richard Zink bei einer Führung an der Österreichischen Vogelwarte. © N. Eder / Österreichische Vogelwarte

Das Team der Österreichischen Vogelwarte – Außenstelle Seebarn gratuliert den Gewinnern ganz herzlich und bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen des Fotowettbewerbes für die zahlreichen Einsendungen!

Ein besonderer Dank geht an SWAROVSKI OPTIK, als Hauptsponsor des Fotowettbewerbes, für die großzügige Spende des Fernglases CL Pocket 8x25.

Für alle neugierigen Naturliebhaber bietet Swarovski etwas ganz Besonderes: 
Der dG - Digital Guide von SWAROVSKI OPTIK ist das erste fernoptische Gerät, das es Ihnen ermöglicht, Ihre Beobachtungen zu erkennen und zu belegen sowie das Geschehene mit Gleichgesinnten zu teilen. 

 

Sehen Sie hier die drei Gewinner des Fotowettbewerbes:


Platz 1: „Libellenpyjamas am Gartenteich
 © wildenachbarn.at


Platz 2: „Zauneidechse beim Trinken
 © Egon Weissheimer / wildenachbarn.at


Platz 3: „Eichelhäher
 © Hubert Salzgeber / wildenachbarn.at

Werfen Sie auch einen Blick in die Galerie und entdecken Sie weitere „wilde Nachbarn“ in Ihrer Umgebung!
 

04.06.2020

Gewebestadien der Gattung Plasmodium der Hämosporidien ©  T. Himmel

Die Infektionskrankheit Vogelmalaria tritt häufig bei heimischen Singvögeln und Spechten auf und wird durch Hämosporidien (Blutparasiten, die auch Organe befallen) ausgelöst. Eine Infektion kann in weiterer Folge schwere Erkrankungen bei Vögeln hervorrufen und verläuft mitunter tödlich.

Im Rahmen des Citizen Science Projektes „Vogelmalaria“ möchten ForscherInnen der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) besser verstehen, wie und unter welchen Voraussetzungen sich Hämosporidien im Gewebe der Vögel vermehren.

Wilde Nachbarn & StadtWildTiere Österreich unterstützen das Institut für Pathologie der Vetmeduni Vienna und bittet um Ihre Mithilfe:

Finden Sie eine verstorbene Meise, Lerche oder gar einen Specht, so leisten Sie durch die Meldung Ihres Fundes einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der „Vogelmalaria“ bei Singvögeln und Spechten.

Vertreter dieser Vogelfamilien aus den Gebieten Wien, Niederösterreich und Burgenland werden zu Forschungszwecken gesammelt und anschließend untersucht.

Die Meldeaktion läuft von Juni bis Oktober 2020. 

28.05.2020


Junge Rauchschwalben im Nest © S. Marchart

Bereits seit Jahren sind sinkende Bestände von Mehl- und Rauchschwalben bekannt. Doch wo kommen diese beiden Vogelarten aktuell in Niederösterreich noch vor? Das Team der Österreichischen Vogelwarte - Außenstelle Seebarn (NÖ) der Vetmeduni Vienna erforscht Vorkommen und Verbreitung beider Schwalbenarten und hat in diesem Jahr das Citizen Science Projekt "SchwalbenNESTwerk" ins Leben gerufen.

Dieses Forschungsprojekt richtet sich vor allem an interessierte Privatpersonen, Betriebe, öffentliche Einrichtungen oder Reitställe mit mehreren Nestern von Mehl- oder Rauchschwalben.Die gesammelten und analysierten Daten ergeben eine Grundlage, um Lebensraum und Nistplätze der Schwalben in Städten, Agglomerationen und Dörfern zu schützen.

Schwerpunktmäßig wurde 2019 gemeinsam mit der Bevölkerung in mehreren Gemeinden Niederösterreichs begonnen, die Bestände von Mehl- und Rauchschwalben zu erforschen. Die Auswertung erster exemplarischer Analysen in den Gemeinden Langenlois und Grafenwörth zeigte, dass sich besonders viele Mehlschwalbennester an der Fassade einer Hauswand mit einem Abstand von weniger als fünf Metern zueinander finden lassen. Interessant war zudem, dass über 50 Prozent der Befragten gerne wieder Schwalben am eigenen Haus oder im Hof brüten sehen würden. 

Ein spannender Artikel hierzu erschien auch in DER STANDARD.

25.05.2020

Einblicke in den Turmfalken Nistkasten © Vetmeduni Vienna

 

Am 22. Mai 2020 lud die Österreichische Vogelwarte der Vetmeduni Vienna live zu einem virtuellen Spaziergang durch ihre Außenstelle in Seebarn am Wagram (NÖ) ein und gab Einblicke in ihre Arbeit. Bei einem kleinen Rundgang durch die Station, stellte der Leiter der Außenstelle, Richard Zink, das ehemalige Volksschulgebäude und dessen Wandel zur ornithologischen Forschungsstation mit den Schwerpunkten Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit vor. 

Besonders sehenswert: die Beringung zweier Jungvögel - ein Turmfalke sowie eine Dohle wurden vom Team Seebarn mit einem Vogelring markiert und erhielten von den Live-Zusehern einen Namen.

Sie haben die Live-Übertragung verpasst? Dann schauen Sie doch hier vorbei und erleben Sie, wie Isis, der Turmfalke und Loki, die Dohle, zu ihren Namen kommen!

Bis die Jungvögel flügge sind, haben Sie noch die Möglichkeit die Tiere aufwachsen zu sehen. Hier geht es zur live Webcam der Turmfalken und Dohlen.

 

26.02.2020

Aktuelle Vogelbeobachtung aus Wien: Graureiher © rd / stadtwildtiere.at

Am Sonntag, den 23. Februar 2020, ging mit der Meldung eines Fuchsbaus in Wien die 10.000 Beobachtung über die Meldeplattform StadtWildTiere – Wien ein.

Das Projekt StadtWildTiere wurde 2015 in Wien ins Leben gerufen. Mit März 2019 kam das Schwesterprojekt Wilde Nachbarn hinzu, welches sich vor allem mit dem Vorkommen und der Verbreitung von Wildtieren in ländlichen Siedlungsräumen beschäftigt. Neben der Schwerpunktregion Wien liegt der Fokus seit dem vergangenen Jahr besonders auf der Region Wagram in Niederösterreich und den dortigen Vogelvorkommen z.B. von Mehl- und Rauchschwalben. International gibt es mehrere lokale Projekte in der Schweiz und in Deutschland.

Das Team der Österreichischen Vogelwarte – Außenstelle Seebarn bedankt sich ganz herzlich bei allen engagierten Melderinnen und Meldern und freut sich auf die nächsten 10.000 beobachteten Wildtiere in der Stadt und am Land!

07.02.2020

Im Basler St. Johann-Quartier wurde ein Waschbär gefunden - allerdings sei das Tier tot und die Ursache unklar, wie Radio SRF 1 in einem Beitrag vom 7. Februar 2020 berichtete. In der Schweiz wurde in den letzten Jahren die Anwesenheit von einigen wenigen Waschbären dokumentiert.

Waschbär vor dem Zürcher Opernhaus

Für die Stadt Zürich wurde im November 2018 auf StadtWildTiere Zürich ein Waschbär gemeldet, der am Abend durch die Menschenmenge beim Opernhaus im Stadtzentrum rannte und dabei von Passanten gefilmt wurde.
Während in Deutschland gebietsweise hohe Populationsdichten von Waschbären vorkommen und er auch in Österreich als weit verbreitet gilt, scheint sich die Art in der Schweiz noch nicht allgemein etabliert zu haben. Gut möglich, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

Beitrag von SRF 1 vom 7. Feb. 2020

05.01.2020

 
Zauneidechse: Männchen (links) und Weibchen (Bild Bea Schmuckli / stadtwildtiere.ch)

Kennen Sie die rund 15 Reptilienarten, welche im deutschsprachigen Raum Europas leben (D: 14 Arten, AU: 15, CH: 17 Arten)?

Die Zauneidechse ist eine der bekannteren Arten, die auch in Gärten und Grünanlagen vorkommen kann. Sie hat einen gedrungenen Körper und relativ kurzen, nicht mehr als körperlangen Schwanz, im Unterschied zur Mauereidechse, die grazil wirkt und deren Schwanz doppelt so lang wie der Körper ist. Zauneidechsen brauchen Hecken mit Dickicht, Steinhaufen, Altgrasstreifen. Sie können weniger als die Mauereidechse entlang von Mauern in die Höhe fliehen, weshalb sie häufiger von Hauskatzen erbeutet werden.

Besuchen Sie das Zauneidechsen-Portrait auf den StadtWildTiere- und Wilde Nachbarn-Webplattformen und finden Sie dort Hinweise, wie die Art gefördert werden kann.

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